Begeistertes Publikum bei Konzerten von Esther Bejarano und Microphone Mafia in Kuba

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Photo: Jose M. Correa

Ein Ereignis besonderer Art war in der vergangenen Woche die Tournee der 92- jährigen Holocaust-Überlebenden und Sängerin Esther Bejarano, die auf Einladung des kubanischen Musikinstituts zusammen mit ihrem Sohn Joram und den Rappern der Kölner Band Microphone Mafia, Kutlu Yurtseven und Rosario Pennino, vom 6. bis 13. Januar in Kuba weilte.

Die gut besuchten Auftritte von Bejarano und Microphone Mafia fanden in Havanna im Palacio de la Rumba und im Kubanischen Musikinstitut statt, außerdem in den Provinzhauptstädten Camagüey und Santa Clara.

In Havanna kam es zu Begegnungen mit Vertretern der kubanischen Rap-Agentur, Besuchen im Museum der Alphabetisierung und dem Kulturprojekt des Bildhauers Kcho sowie zu interessanten Treffen mit Persönlichkeiten der Insel.

Auch ein Besuch der Gedenkstätte für Ernesto Che Guevara und zahlreiche Interviews mit lokalen Pressemedien standen auf dem Programm.

Die Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes beschloss vor acht Jahren, mit Microphone Mafia zusammenzuarbeiten, da sie dadurch den Jugendlichen ihre „Botschaft des Friedens und gegen den Faschismus“ besser vermitteln könne. Das Projekt mache ihr Freude und habe ihr neue Energien verliehen, sagte Bejarano. „Ich bin ich sehr froh, hier in Kuba zu singen und endlich dieses Land kennenzulernen und mich davon zu überzeugen, dass es noch einen wahren Sozialismus auf der Welt gibt“, sagte sie bei einem Treffen mit der Presse.

Esther Bejarano und die Gruppe Microphone Mafia im Konzert im Kulturzentrum El Mejunje von Santa Clara. Foto: Ramón Barreras Valdés, Zeitung Vanguardia

Bejarano erklärte, wie notwendig es sei, dass die Jugend wisse, was in den Jahren des Faschismus wirklich geschah, damit sich dies nicht wiederhole. Zugleich kritisierte sie die aktuelle Politik gegen Migranten in Europa. Überall würden die Grenzen geschlossen, um Menschen, die vor Krieg und Not flüchten mussten, den Zugang zu verwehren. Auch das Vorgehen der israelischen Regierung gegen die Palästinenser sei unannehmbar: „Ich kann die Diskriminierung eines Volkes nicht ertragen, welches es auch sei“. Aus diesen Gründen singe sie mit der Band Microphone Mafia. „Wir sind Musiker aus drei Generationen und drei Religionen, wir wollen ein Beispiel dafür sein, dass Menschen trotz der Unterschiede gut zusammen musizieren, zusammen arbeiten und sich verstehen können“.

 

 



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