Die Blockade bremst die Verbesserung der Beziehungen zwischen Kuba und den USA

Kubanische Spezialisten aus den Bereichen Handel, Tourismus und Verkehr stimmten gestern darin überein, dass die Blockade das Haupthindernis für den weiteren Ausbau der Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten ist.

Es sei fast unmöglich, die wirtschaftlichen Schäden in den Tausenden von Unternehmen zu berechnen, die durch die Blockade von Geschäften mit Kuba abgeschreckt würden, sagte der Präsident der Handelskammer Kubas, Orlando Hernandez Guillen, während einer Videokonferenz am Sitz des Außenministeriums in Havanna.

Hernandez Guillen bezeichnete die Schätzungen, dass Kuba 3,85 Milliarden Dollar aufgrund nicht zustande gekommener Geschäfte und zusätzlicher Kosten in seiner Wirtschaftstätigkeit eingebüßt habe, als vorsichtig und zurückhaltend. Diese Zahl ist im Bericht über die Blockade enthalten, der in diesem Jahr bei den Vereinten Nationen vorgelegt wird.

Ana Teresa Igarza, Direktorin der Sonderentwicklungszone Mariel (ZEDM), berichtete von der Herausforderung, die es für dieses Projekt bedeutet, Anleger sogar aus so weit entfernten Gebieten wie Asien und Europa anzuziehen, deren erste Anfragen sich immer auf die Auswirkungen der Blockade und die Fristen für ihr mögliches Ende richten.

In Bezug auf die Beteiligung von US-Unternehmen in der Zone, die kürzlich von der US-Handelsministerin, Penny Pritzker besucht wurde, sagte Igarza, Kuba werde kein Land oder Unternehmen diskriminieren.

Carmen Maria Orellana, Marketingdirektorin des Ministeriums für Tourismus, führte an, dass es eine Zunahme der Besuche von US-Bürgern und der Branche im Allgemeinen um etwa 18% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gegeben habe.

Sie erinnerte jedoch daran, dass es den US-Bürgern, deren Anteil an den Karibik-Reisenden 50% ausmacht, noch immer verboten ist, Tourismus in Kuba zu machen.

Desgleichen erleidet die kubanische Tourismusbranche Verluste, da sie nicht in die Werbeaktionen eingezogen werde, die von US-amerikanischen Transnationalen Unternehmen angeführt werden.

In diesem Zusammenhang sagte sie, das Land sei bereit, seine Kultur, Sehenswürdigkeiten und Werte allen US-Amerikanern, die die Insel besuchen wollen, zu zeigen, sobald sie dies legal tun können.

Ivan Ricardo Chacon, Direktor für internationale Beziehungen des Verkehrsministeriums, sagte, dass die Schäden in seiner Branche etwa 500 Millionen Dollar betragen, die insbesondere die Luftfahrt betreffen.

Zu diesem Thema werden Gespräche geführt, um eine Einigung zu erreichen. Chacon sagte, dass diese internationalen Vereinbarungen auf Gegenseitigkeit beruhen, so dass sowohl die US-amerikanischen Fluglinien in unser Land als auch Cubana in deren Territorium fliegen können.

In Bezug auf die Ergebnisse der Besuche von hunderten Beamten, Geschäftsleuten und US-amerikanischen Spezialisten seit den Ankündigungen vom 17. Dezember vergangenen Jahres, stimmten die Vertreter darin überein, dass diese nicht vergeblich seien, auch wenn bisher nur wenige konkrete Ergebnisse erzielt worden seien.

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer sagte, dass die Beziehungen nach einem halben Jahrhundert der Entfremdung aufzubauen seien.

Orellana sagte, viele Unternehmen kämen mit Plänen und Vorschlägen, die dann durch ihre eigenen Spezialisten abgelehnt würden, sobald sie sich mit dem Rechtsrahmen der Blockade beschäftigen.

Abschließend führte Chacon aus, dass die Erwartungen an eine Verbesserung der Beziehungen durch die Beschränkungen der USA selbst begrenzt seien, nicht durch die kubanischen.

http://de.granma.cu/cuba/2015-10-09/die-blockade-bremst-die-verbesserung-der-beziehungen-zwischen-kuba-und-den-vereinigten-staaten-von-amerika

Veröffentlicht unter Aktuell, Blockade, Cuba, International

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