Trotz der Niederschläge bleibt Kuba in der Dürreperiode

Aktuell sind 234 Wasserversorgungsquellen betroffen Photo: Germán Veloz Placencia

Seit Beginn des Jahres hat die Zunahme von Niederschlägen die Ansammlung von Wasser in den Talsperren im Osten und in der Mitte Kubas begünstigt. Trotzdem muss man, vor allem, was den Osten betrifft, immer noch von einem Defizit sprechen.

Die Regenmenge des Monats Januar liegt bei 113 % des historischen Mittelwerts, aber dennoch ist das Land von Trockenheit betroffen. Derzeit gibt es in 48 Bezirken gemessen an der Jahreszeit Wasserdefizite.

Laut dem Nationalen Hydraulischen Institut befindet sich die durchschnittliche Auslastung der Aufnahmekapazität der Stauseen auf ganz Kuba berechnet bei 53 % und liegt damit höher als Ende Dezember 2015, erreicht aber nicht den historischen Mittelwert für den Monat Januar. Eine Talsperre ist ausgetrocknet, 11 liegen bei unter 25 % und 36 bei unter 50 % ihres Aufnahmevermögens.

Dies ist immer noch der Dürre aus dem vergangenen Jahr geschuldet, unter welcher 130 Bezirke zu leiden hatten, 43 von ihnen schwer. Heute sind noch insgesamt 234 Bezugsquellen betroffen, die annähernd 975.000 Menschen mit Wasser beliefern, wobei Santiago de Cuba den kritischsten Fall darstellt.

Man hat Santiago mit Tankwagen mit Trinkwasser und leicht zugänglichen Versorgungsstellen unterstützt; außerdem ist der Bau einer Entsalzungsanlage im Gange. Andere Notstandsmaßnahmen bestehen zum Beispiel in der Sanierung sanitärer Anlagen in den Städten. So bereitet sich das Land auf die Bedingungen vor, die der Klimawandel verursacht.

In diesem Kontext muss besonderes Augenmerk auf einen sparsamen Umgang mit Wasser gelegt werden – im Einklang mit der Annahme neuer Konsumindizes für die verschiedenen Organismen, um so die Verschwendung zu identifizieren und zu eliminieren. Während auf staatlichem Sektor eine hundertprozentige Wasserzählerabdeckung erwartet wird, geht man davon aus, dass der private Verbrauch um bis zu 16 % steigen wird. 2016 wird man damit beginnen, die Versorgungsquellen zu messen, um die Ziffern des Wasserverlustes zu konkretisieren. Dies hat sich beim Einsparen bewährt und man denkt daran, es auf den nichtstaatlichen Sektor auszudehnen.



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