Die Begrüssung zum Fest
Liebe Kubanerinnen und Kubaner
liebe Freundinnen und Freunde von Cuba
liebe Genossinnen und Genossen
herzlich willkommen zu diesem ganz besonderen Feiertag!
ich begrüsse Euch im Namen der Vereinigung Schweiz-Cuba
mit grossem Dank an die kubanische Botschaft für ihre Gastfreundschaft
Wir alle sind hier, weil uns das Schicksal des kubanischen Volkes und seiner Revolution nicht gleichgültig ist. Die Ältesten unter uns konnten auf Distanz sogar die Entstehung dieser Revolution mitverfolgen, allerdings meist mit dem negativen Zerrbild bürgerlicher Medien, die die Geschehnisse als grosse Bedrohung für den sogenannt freien Westen darstellten. Und daran hat sich bekanntlich bis heute nichts geändert, im Gegenteil: Es herrscht Cuba-Bashing böser denn je.
Und Narco Rubio, der rechtsextreme US-Aussenminister hat sich gerade letzte Woche damit verraten, wie er jetzt auch noch alte Mc-Carthy-Kalte-Krieg-Methoden reaktiviert und Havanna als «Hauptstadt des Kommunismus im 21. Jahrhundert» anprangert, als wäre das ganze völkerrechtswidrige, mörderische Sanktionen-Regime nicht schon grausam genug.
Da muss man sich fragen: Woher nur kommt dieser permanente Hass?
Es sind wohl die einzigartigen sozialen Erfolge der Revolution, die den gnaden- und skrupellosen Plünderern unseres Planeten wegen deren Vorbildcharakter für die Länder im Süden ein Dorn im Auge sind.
Heute und jetzt wissen wir, dass diese Werte der Revolution massiv gefährdet sind. Wir alle hier wollen helfen und tun – nicht immer aber meistens – unser Mögliches…Dabei droht sich manchmal angesichts der Beschränktheit unserer Möglichkeiten ein Ohnmachtsgefühl einzuschleichen, also halten wir uns an Che Guevara: «Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche».
Die sprichwörtliche Dankbarkeit von Kubanerinnen und Kubanern tut zwar gut, aber es gilt ganz klar festzuhalten: Wir sind es, die dem kubanischen Volk für seinen Widerstand gegen das Böse zu danken haben, wir und die ganze Welt brauchen das Beispiel CUBA.
Das heutige Fest bietet die Chance, uns noch besser zu vernetzen und unsere Kräfte zu bündeln, vor allem auch über die Generationen hinweg. Ein erfreulicher Auftritt der Jugend hier und heute!
Selbstkritisch betrachtet sollten wir unsere Anliegen wo immer möglich nach aussen tragen und laut über Cuba reden statt uns vorwiegend intern auszutauschen. Devise: «Laut sagen was ist»: im Zug, im Büro, bei der Arbeit, gegenüber konditionierten Journalisten….
Abschliessend möchte ich die treibende Kraft hinter dem «26 de Julio» würdigen.
Der von den Hasstreibern im Norden bis hin zu den willfährigen Medienschaffenden in unserem Land seit dem Sieg der kubanischen Revolution immerzu als Diktator gebrandmarkte Fidel Castro war ihnen schlicht in allen Bereichen überlegen, als moralische Instanz, als Denker, Visionär, Stratege und Menschenfreund, mit Ironie, Humor und Schlagfertigkeit.
Eben leisteten sich die Medien wieder die folgende geschmacklose Schlagzeile: «UNO-Welthungerbericht – Weniger Hungernde, aber längst nicht überall…»
Man erinnere sich: Anlässlich einer FAO-Konferenz 1996 entlarvte Fidel Castro die Verlogenheit der herrschenden Politik wie folgt: «Wenn das Ziel die Halbierung der Zahl der hungernden Menschen ist, was sollen wir der andern Hälfte sagen?»
