Havanna. Die Revolutionärin Assata Olugbala Shakur, ehemalige Funktionärin der Black Panther Party sowie der Black Liberation Army (BLA), ist laut ihrer Tochter Kakuya Shakur am Donnerstag im Alter von 78 Jahren verstorben. Im Rahmen ihres Widerstands gegen die rassistische weiße Vorherrschaft hat sie unter anderem gemeinschaftliche Bildung für schwarze Kinder und kostenloses Frühstück für selbige organisiert. Später beteiligte sie sich an Anschlägen auf Drogenbarone oder Repressionsbehörden, für die sie verhaftet wurde. Nachdem die BLA Shakur aus dem Gefängnis befreit hatte, landete sie als erste Frau auf der FBI-Fahndungsliste und floh daraufhin nach Kuba, das ihr politisches Asyl gewährt hatte. Man wird sie als unbeugsame Kämpferin erinnern. In ihrer Autobiografie schrieb sie: »Menschen gewöhnen sich an alles. Je weniger man über seine Unterdrückung nachdenkt, desto größer wird die Toleranz dafür. Nach einer Weile halten die Menschen Unterdrückung einfach für den normalen Zustand der Dinge. Um sich zu befreien, muss man sich bewusst sein, dass man ein Sklave ist.«
aus junge welt:
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https://www.jungewelt.de/artikel/509291.assata-shakur-die-die-k%C3%A4mpfte.html
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