Das Projekt La Barrigona

La Barrigona, so nennt sich eine vom Aussterben bedrohte Palmenart der Provinz Pinar del Río. Der Schutz bedrohter Pflanzenarten ist nur eine Aufgabe des seit 1998 im Aufbau befindlichen Botanischen Gartens in der gleichnamigen Provinzhauptstadt Pinar del Río.
La Barrigona nennen sich auch die mehrmonatigen, von der Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba organisierten Arbeitsgruppen, die seit 1998 regelmäßig auf dem Gelände dieses Gartens arbeiten.
La Barrigona richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren, die bereit sind, für einige Monate ihren persönlichen Erfahrungshorizont hinter sich zu lassen, um in einem Land der sogenannten "Dritten Welt“ bei der Realisierung des Projektes tatkräftig mitzuwirken.

Dies setzt Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen sowie Interesse an Politik, Ökologie und Botanik voraus. Solidarität mit einem Trikontland wird ebenso erwartet wie die Fähigkeit, in einer Gruppe leben zu können und Eigeninitiative zu entwickeln.

Das Projekt

Schwerpunkt ist der Aufbau des Botanischen Gartens in Zusammenarbeit mit KubanerInnen. Die bisherigen Gruppen haben Setzlingsanlagen, ein Schattengewächshaus, Holzbrücken und Treppen gebaut sowie Wege und einen Gemüsegarten angelegt. Viele Bäume wurden bereits ausgepflanzt. Ihr werdet mithelfen, weitere Bereiche des Gartens zu gestalten und die Bestehenden zu pflegen, wobei Tätigkeiten wie jäten, gießen, hacken etc. auch dazu gehören werden. Im Juni 2003 wurde der Garten vorzeitig eröffnet (ein Rundweg in einem kleinen Gebiet) und konnte bereits die ersten Besucher empfangen, obwohl es bis zu seiner endgültigen Fertigstellung noch Jahre dauern wird.
Für TeilnehmerInnen mit Fachkenntnissen (z.B. Studierende im Praxissemester) besteht die Möglichkeit an speziellen Aufgaben mitzuarbeiten: in den Bereichen Umwelterziehung, Gartenbau, Landschaftsarchitektur, oder im regenerativen Energieprojekt. Es ist möglich, das Projekt als Praktikum anerkennen zu lassen.
Das reguläre Arbeitsprogramm wird, meist einmal die Woche, begleitet von projektbezogenem Unterricht in Botanik, Ökologie und Umweltbildung. Daneben werden Exkursionen in die verschiedenen phytogeographischen Regionen der Provinz durchgeführt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zu einem intensiven politischen und kulturellen Austausch.

Warum das alles

Ihr arbeitet mit KubanerInnen und lebt in einer Gemeinschaft mit anderen Jugendlichen aus der BRD. Ihr lernt eine neue Kultur, ein anderes Land und eine andere Gesellschaftsform kennen. Die landwirtschaftliche Arbeit und das Begleitprogramm bieten grundlegende Einblicke in die kubanische Gesellschaft und vermitteln Kenntnisse über Umweltfragen in Kuba.
Eure Mitarbeit sowie finanzielle Unterstützung für das Projekt sind für den Botanischen Garten von Bedeutung und haben darüber hinaus einen ideellen Wert. Denn als Land der sogenannten 3. Welt fehlen Cuba die Mittel, um sein Programm zur Sicherung von Biodiversität und Umwelt schnellstmöglich weiter zu entwickeln.



» http://www.fg-berlin-kuba.de/
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