Am Abend des 16. August wurde in der Filmschule EICTV in Kuba gefeiert. Zwei junge Regisseurinnen und eine Produzentin, alle drei Absolventinnen der Schule, haben am Filmfestival Locarno für ihren Kurzfilm «Primera Enseñanza» (Primarschule) den Preis für die beste Regie bei den «Pardi di Domani» (Leoparden von morgen)erhalten. Der Film schildert die Geschichte eines Mädchens, das seine Stimme beim Singunterricht zu stark beansprucht hat und schweigen muss. Begründung der Jury: Vordergründig ein Kinderfilm, ist der Film gleichzeitig eine politische Allegorie über das Schweigen, der das Publikum zum Denken anregt. Bereits zuvor hatte der Film den Spezialpreis ISPEC des «Instituts für Geschichte und Philosophie des zeitgenössischen Denkens der italienischen Schweiz» erhalten für seine sorgfältige und menschliche Schilderung des kubanischen Schulsystems.
VSC-Mitglieder und Kuba-Sympathisantinnen und -Sympathisanten durften die Regisseurinnen Aria Sanchez und Marina Meira und die Produzentin Iraida Tamayo in Locarno kennenlernen, hatten sie doch mit ihren Beiträgen an die Reise- und Unterkunftskosten die Anwesenheit der Frauen erst ermöglicht.
Solidarität hat sich auch in diesem Falle gelohnt, wie die Preise zeigen. Sie bringen das Filmland Kuba wieder vermehrt in den Blick der internationalen Filmszene und sind für die jungen Filmerinnen ein grosser Ansporn, weiterzuarbeiten.
Preis für kubanische Frauen am Filmfestival Locarno
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