Sich das zu Herzen nehmen, was das Volk beunruhigt

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Bayamo, Granma – In allen möglichen Bereichen der Bürokratie den Krieg erklären, die Langsamkeit der Verwaltung auf allen Ebenen und die mangelnde Sensibilität gegenüber den Problemen, die zu unnötigem Unbehagen in der Bevölkerung führt, bekämpfen, das alles sind Dinge, die gleichzeitig mit der Stärkung der Wirtschaft einhergehen müssen, indem man das Potenzial vor Ort bis zum Äußersten ausschöpft.

Dieses Prinzip, dass der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez noch einmal beim Abschluss des Besuchs des Ministerrats in der östlichen Provinz Granma deutlich machte, ist das Wichtigste in einem Arbeitssystem, das auf der direkten Bindung der Zentralregierung mit dem Alltag des wirtschaftlichen und sozialen Lebens der kubanischen Provinzen beruht.

Bevor er auf die Ergebnisse des Austausch einging, die mit der Leitung und den Arbeitern in Betrieben, die den größten Teil der Sektoren des Landes abdecken, geführt wurde und die sich auch aus den Treffen mit der Bevölkerung ergaben, gab er bekannt, dass von den 33 Maßnahmen, auf die man sich bei seinem ersten Besuch in der Provinz im Juni 2018 geeinigt hatte, 17 ausgeführt worden seien und 16 sich noch in irgendeiner Etappe des Prozesses der Erledigung befänden. Bei einigen davon, wie dem Bau sozialer Einrichtungen in Yara, dem Programm zur Wiederherstellung von unter Denkmalschutz stehenden Häusern in Manzanillo und den Korrekturen beim Wasserleitungssystem dieser Küstenstadt sei man zu langsam gewesen und habe den Zeitplan nicht eingehalten.

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Auf die Ausführungen des Präsidenten des Nationalen Instituts für Hydraulische Ressourcen Antonio Rodríguez und der Vizepräsidentin des Staatsrat Inés Maria Chapman eingehend, die über die Maßnahmen zur Wiederbelebung der Pumpsysteme, Veränderungen bei den Leitungen und Anschlussverbindungen, und die Beseitigung von Lecks und anderen Maßnahmen sprachen, hob der Präsident hervor, wie wichtig es sei, Lehren daraus zu ziehen, wegen der erheblichen Kosten, die für das Land damit verbunden sind, wenn Investitionen schlecht durchgeführt und nicht genügend kontrolliert würden.

Er rief dazu auf, bei den anstehenden Lösungen prompt und flexibel vorzugehen, da sie dafür mit Ressourcen des Landes unterstützt würden ( wie bei der Beendigung der Sektoren 9 und 10 oder der Ausrüstung einer Brigade, die sich speziell um die Lecks in den Leitungen kümmert). Für Probleme, die nur längerfristig gelöst werden könnten, müssten zusätzlich Vorschläge erfolgen, wie man die Lage in der Zwischenzeit abmildern könne.

Dabei führte er 101 Mehrfamilienhäuser als Beispiel an, die nicht über Zisternen verfügen und einen hohen Druck im Pumpsystem verlangen. Das sei ein Problem, das man mit dem Anbringen von Betontanks, die von lokalen Baustofffabriken hergestellt werden, abmildern könne.

Díaz-Canel brachte auch den Fall des Antrags auf Ausbeutung eines Steinbruchs in die Debatte, der von zentraler Ebene von Manzanillo vor einem Jahr gestellt worden war und noch immer auf Antwort warte. Dafür verlangte er Rechenschaft und kritisierte die Irrationalität und die unnötigen Verzögerungen.

„wir können nicht vorwärts kommen, wenn wir so viel Zeit brauchen, Beschlüsse zu fassen. Was zentral entschieden werden muss, soll zentral entschieden werden, aber das muss schnell gehen. Wenn die Antwort nein lautet, dann soll man das sofort sagen und wenn sie ja ist, noch schneller. Das ist eine Bürokratie, das sind Hindernisse, die nicht nötig sind,“ sagte er.

Den gleichen kritischen Blick hatte er für die Alltagsprobleme, die wir durch Langsamkeit und Insensibilität noch schwerer machen. Der Präsident bat um Erklärung und erschöpfende Aufklärung über die Verantwortlichkeiten, nachdem er von einem Beispiel der Verknappung bei Speiseöl in den Caribe Läden von Bayamo erfahren hat, während gleichzeitig ein Container mit 1.500 Kisten auf Lager war. Das gleiche forderte bei der Lücke beim freien Verkauf von Reis.

„Das sind Dinge, die nicht passieren dürfen und schon gar nicht in Momenten wie diesen, in denen das Land Anstrengungen unternimmt, fast nur noch Nahrungsmittel zu finanzieren. Es ist äußerst unverantwortlich, dass sie ankommen und nicht schnell an die Bevölkerung verkauft werden.

Ich betone noch einmal, das sind keine Zeiten, um langsam zu sein. Es ist dringend, dass anders gearbeitet wird, mit proaktiven Arbeitsstilen. Hier ist kein Platz für Ruhe und Bequemlichkeit. Von allen Leitungen der Einrichtungen wird gefordert, dass sie beweglich sein müssen.“
Ermutigt von den Erfahrungen, die Granma auf der Suche nach wirtschaftlichen Lösung vor Ort sowohl bei der Produktion von Nahrungsmitteln für den Menschen las auch für Tiere gemacht hat und neue Sparten für den Export, bei der Computerisierung und den Dienstleistungen gebildet hat, drängte der Präsident darauf, das staatliche Unternehmen immer weiter mit neuen Verkettungen zu festigen und nicht auf die Begleitung der Wissenschaft zu verzichten, die in der Provinz entwickelt wird.

Speziell auf die Provinz bezogen, betonte der Präsident man müsse die bei der Viehgenetik und dem Embryotransfer gemachten Erfahrungen ausdehnen, die effektiven Ernteergebnisse der im Nießbrauch überlassenen Böden überprüfen, die Herstellung von Bewässerungsmaschinen in der Mechanikfabrik Bayamo wiederaufleben lassen, die Nutzung der Marmorvorkommen studieren, Farmen wiederherstellen, den Rückstand bei den Investitionen in der Landwirtschaft aufholen, vor allem beim Reis. Außerdem müssten die Mängel in der ärztlichen Grundversorgung gelöst werden, die dazu geführt hätten, dass sich bei der Notaufnahme die Fälle gestaut hätten.



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