¿Tomahawk contra Cuba?

Übersetzung und Untertitel: Corinna Mommert

Tomahawk gegen Kuba?

José Manzaneda, Koordinator von Cubainformación

In den letzten zwei Monaten sind im Iran bereits 3.500 Menschen bei gemeinsamen Angriffen Israels und der USA ums Leben gekommen (1). Zwei brutale Regime, die jedoch über mächtige Strukturen zum ihrem Schutz in den Medien verfügen.

Zensur und Manipulation im Zusammenhang mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran: Der Kanal Explosive Media, der Videos produziert, die Trump lächerlich machen und die iranische Souveränität verteidigen, wurde von YouTube zensiert (2). So wie es YouTube seinerzeit mit Hunderten von Konten tat, die in Bezug auf den Krieg in der Ukraine die Thesen von Selenskyj und der NATO nicht unterstützten (3). So sieht die Meinungsfreiheit aus… in Kriegszeiten.

Die Proteste im Januar im Iran waren laut westlicher Presse friedlich und unabhängig (4). Die angebliche Einmischung der USA? Reine Propaganda aus Teheran. Im Februar räumte Finanzminister Scott Bessent jedoch ein, dass es seine Sanktionen waren, die die Abwertung des Rial, die Währungskrise und eine galoppierende Inflation ausgelöst hatten – Auslöser jener Proteste (5). Vor einigen Tagen war Donald Trump noch offener: Er gab zu, dass die USA iranische Oppositionsgruppen mit Waffen beliefert haben (6).

Die angeblich „progressive“ spanische Tageszeitung El País verurteilte die Entscheidung des Iran, als Reaktion auf einen brutalen Krieg eine Maut in der Straße von Hormus zu erheben: Es handele sich um einen Akt „moderner Piraterie, der gegen das Völkerrecht verstößt“, titelte sie (7). Als die USA jedoch in internationalen Gewässern mehrere Schiffe mit Öl von Venezuela nach Kuba entführten, beschränkte sich El País darauf zu sagen, dass sie diese „abgefangen“, „beschlagnahmt“ oder „konfisziert“ hätten (8). Ohne Kritik oder Verurteilung eines mehr als erwiesenen „Aktes der Piraterie, der gegen das Völkerrecht verstößt“.

Es ist dieselbe Zeitung, die uns distanziert und nüchtern über die von Israel im Iran, im Gazastreifen oder im Libanon begangenen Massaker berichtet, aber nicht zögert, der Hisbollah vorzuwerfen, dass sie „nach einem Monat Krieg“ „gestärkt aus dem Leid der Libanesen hervorgegangen“ sei (9).

Die von der US-Regierung bezahlte iranische „Aktivistin im Exil“:  Es ist dasselbe Medium, das vor Monaten Masih Alinejad als „Verfechterin der Frauenrechte“ im Iran präsentierte (10). Nun, vor einigen Tagen verteidigte diese „im Exil lebende Aktivistin“ in Madrid die Militärangriffe auf ihr eigenes Land und brachte dabei grobe Lügen vor, wie etwa, dass der ermordete Führer Ali Khamenei „Pate des IS und von Osama Bin Laden“ gewesen sei, obwohl sie erklärte Feinde waren (11).

Aber alles hat seine Logik: Masih Alinejad ist eine Söldnerin der Regierung von Donald Trump, die über das staatliche Propagandamedium Voice of America Zahlungen in Höhe von einer Million Dollar erhalten hat (12). Alinejad verteidigt die Verbrechen Israels, leugnet den palästinensischen Völkermord und wurde vom zionistischen American Jewish Committee ausgezeichnet (13).

Ferrer, der „Menschenrechtsverteidiger“, der Tomahawk-Raketen gegen Kuba fordert: Es handelt sich um dieselbe Figur, die im Fall Kubas von Persönlichkeiten wie Rosa María Payá (14) oder José Daniel Ferrer verkörpert wird, deren politische Tätigkeit mit US-Bundesmitteln finanziert wird (15). Ferrer fordert weitere Sanktionen gegen die kubanische Wirtschaft, unterstützt die Ölblockade (16) und wirbt in den Medien für eine militärische Intervention der USA in Kuba (17). Die kubanische Regierung „braucht eine Dosis Tomahawk-Raketen, um zur Vernunft zu kommen“, erklärte er diese Woche (18).

José Daniel Ferrer hat gerade eine Tour durch zehn europäische Staaten begonnen, zusammen mit Javier Larrondo, dem Vorsitzenden von Prisoners Defenders (19). Diese Organisation arbeitet mit dem Weißen Haus zusammen, um alle Einnahmen der kubanischen Wirtschaft zu zerstören, insbesondere die des öffentlichen Gesundheitssystems (20) (21). Laut dem jüngsten Bericht des Center for Economic and Policy Research hat dies in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Säuglingssterblichkeit um 148 % (22), zum Tod von 1.800 Neugeborenen und zur Einstellung aller nicht lebensnotwendigen chirurgischen Eingriffe geführt (23).

Übrigens haben die mittelalterliche Belagerung der Insel und die Möglichkeit einer militärischen Intervention weltweit eine Welle der Empörung und der Solidarität mit Kuba ausgelöst. Auch in Europa. Wird eine solche Verherrlichung des Terrors unbeantwortet bleiben?

https://www.cubainformacion.tv/especiales/20260506/122468/122468-tomahawk-contra-cuba-francais-ellinika-portugues-deutsch-italiano

Veröffentlicht unter Aktuell, Blockade, Cuba, International

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