«Hoch die internationale Solidarität» –
Das ist wohl viel leichter an einer Demo zu rufen als im Alltag konsequent vorzuleben…
…auch wenn ein andauernder Aufschrei angesichts des gegenwärtigen furchtbaren Weltgeschehens dringender denn je angesagt wäre.
Aber im Schweigen zu Unrecht und Verbrechen, die uns nicht direkt berühren, ist die Schweiz ja Spitzenreiterin. Mal zuerst schauen, was man anderswo macht, ist bewährte Taktik.
Und es geht uns ja gut dabei, betonen insbesondere bürgerliche Politiker und Wirtschaftsführer. Das Wort «Solidarität» kommt bei ihnen erst bei Naturkatastrophen ins
Spiel und beschränkt sich dann vorab auf die direkt Betroffenen.
Die aktuellsten Geschehnisse mit all den Kriegsherden und den begangenen Gräueln zeigen jetzt – trotz aller medialen Verharmlosung – immer deutlicher, welche gewaltigen Machtspiele da laufen, die nur bestimmten Interessen dienen, aber sicher nicht denjenigen der betroffenen Bevölkerungen. Es wäre also dringend angesagt, über den helvetischen Tellerrand, aber auch über den von der Kriegsindustrie vergifteten europäischen Eintopf hinauszublicken.
Nicht erst mit Trump, aber mit ihm erst recht, zeigt sich immer deutlicher, dass es bei all den Kriegen nicht wie vorgegeben um Menschenrechte, «Freiheit und Demokratie» geht, sondern um noch krassere Ausbeutung von Ressourcen und Ankurbelung der Kriegswirtschaft; siehe die exorbitanten Gewinne der Waffenschmieden.
Wo früher Putschs in Lateinamerika vom US-Imperium meist diskret eingefädelt, aber nicht minder brutal mit Folter, Morden, Verschwindenlassen realisiert wurden, propagiert heute die
TurboKapitalisten-Gang in Washington offen-plump ihre Maxime: «Frieden durch Macht», schwärmt von ihrem Kriegsethos, bemüht dabei erst noch auf perverse Weise den lieben Gott.
Und so zeigt sich im globalen Süden vielerorts dasselbe Bild: Jede fortschrittliche Regierung, die auch nur ansatzweise soziale Verbesserungen anstrebt, wird ins Kreuzfeuer genommen, eine gewonnene Wahl als Betrug dargestellt, Fortschritte mit subversiven Mitteln hinter-trieben und farbige Revolutionen eingefädelt. Venezuela kann ein Lied singen davon.
Und dann werden milliardenschwere Geldsäcke auf den Sessel gehievt:
-siehe Chile mit dem faschistischen Pinochet-Bewunderer José Antonio Kast, der die Indigenen drangsaliert
-siehe Daniel Noboa – man höre: in Miami, Florida, USA geborener Unternehmer
in der Bananenindustrie – jetzt Präsident in Ecuador; das nach den guten Zeiten mit Rafael Correa zum Tummelplatz für Drogenbanden geworden ist und einen massiven Anstieg der Mordrate zu verzeichnen hat
-siehe Javier Milei in Argentinien, der auch gleich mit der Kettensäge und massiver
Repression eine Politik des systematischen wirtschaftlichen und sozialen Abbaus vorantreibt.
Nur drei Beispiele und Afrika nicht mal erwähnt.
Überall geht es um hemmungslose Ausbeutung von Bodenschätzen durch den Norden, unbesehen der entsprechenden Zerstörung von Natur und Umwelt und der Verarmung der Bevölkerung. Keinerlei Kritik aus dem transatlantisch hörigen Europa, geschweige denn aus der Schweiz, leider auch kaum von der Linken hierzulande.
Wie wäre es, wenn wir im Norden uns mal in die Position der Menschen im Süden – ob in Lateinamerika oder Afrika – versetzen? Ihnen muss doch dieses Geschwafel von der «westlichen Wertegemeinschaft» und ihren «Menschenrechten» wie Hohn und Spott
vorkommen.
Und das erst recht, wenn wir «unsere» sogenannt «freien Medien» inkl der öffentlich-rechtlichen SRF betrachten, wie sie diese Welt in Gut und Böse einteilen und uns täglich exakt die gleichen Feindbilder zeichnen wie NATO, Pentagon und CIA.
Und all das zeigt sich besonders deutlich am Beispiel CUBA.
Wieso aber diese Aggressionen gegen eine kleine Insel, die kaum Rohstoffe hat?
Gebetsmühlenartig wird mindestens wöchentlich von einer «Misswirtschaft des Regimes» und vom Untergang des gescheiterten sozialistischen Modells gesprochen ohne den wirklichen Grund der heute dramatischen Situation klar beim Namen zu nennen:
Das Ziel der US-Blockade gegen CUBA wurde schon am 6. April 1960 vom US-Unterstaats-sekretär Lester D. Mallory klar formuliert:
„…durch wirtschaftliche Unzufriedenheit und Not (….) das
Wirtschaftsleben schwächen, indem Kuba Geld und Lieferungen verwehrt
werden, mit dem Ziel, die Nominal- und Reallöhne zu reduzieren, Hunger,
Verzweiflung und den Sturz der Regierung zu bewirken“
– Und die endlose Liste von Sanktionen nimmt jetzt mit Trump schon fast genozidale Ausmasse an – wie es auch SP-alt-Nationalrat Franco Cavalli kürzlich formulierte. Cuba erlebt eine wirtschaftliche Drangsalierung der gröbsten Art.
Die grandiosen Erfolge der kubanischen Revolution werden dabei aber von den Vorherrsch-Medien unterschlagen:
Ein kostenloses Gesundheitssystem für die gesamte Bevölkerung!
Nur so nebenbei: In der superreichen Schweiz tummeln sich gegenwärtig 156 Milliardäre,und dazu eine Million Millionäre, und sie hat nicht mal genug Geld um für die Pflege anständige Löhne zu bezahlen…
In Cuba gibt es gute Schulbildung bis und mit Studium gratis, führend in ganz Lateinamerika.
Bis zu den neuesten mörderischen Sanktionen war die Kindersterblichkeit geringer als in den USA, die Lebenserwartung europäisch hoch; die Entwicklung von fünf eigenen Covid-Impf-stoffen bewirkte halb so viele Tote wie in der reichen Schweiz (bei in etwa gleicher Einwohner-zahl).
Wenn wir von internationaler Solidarität sprechen, so ist Cuba das leuchtende Beispiel.
Es bildet seit Jahren kostenlos Medizin-Studierende aus armen Ländern aus, auch aus Palästina und sogar Mittellose aus den USA. Und es schickte und schickt Tausende von Ärzten in Missionen in aller Herren und Frauen Länder, und das gratis wenn es die armen Länder nicht
bezahlen können.
Das aufsehenerregendste Beispiel war wohl die Entsendung von Ärzten in die reiche Lombardei während der schlimmsten Phase der Covid-Epidemie und – noch aktuell – in den armen Süden von Italien wegen akuten Ärztemangels.
Nicht von ungefähr geniesst Cuba deswegen diesen guten Ruf in Afrika, Lateinamerika und vielen Ländern der Welt, weil es eben internationale Solidarität glaubwürdig vorlebt.
Angesichts der jetzt auch noch gegen diese Ärztemissionen gerichteten Attacken der von Aussenminister Narco Rubio hassgetriebenen Miami-Mafia – unkritisch auch von den Schweizer Medien übernommen – kann und muss man heute – von
Cuba als Gefahr des guten Beispiels sprechen.
Es könnte ja sein, dass fortschrittliche Kräfte in der übrigen Welt CUBA als Vorbild nehmen könnten, also muss kaputt gemacht werden, was der Ausbeutung durch das US-Imperium und seiner Vasallen in die Quere kommt.
Wir alle entscheiden selber, ob wir weiterhin schweigen wollen zum himmelschreienden Unrecht oder ob wir uns auf die Seite der Wahrheit und der Gerechtigkeit schlagen
– und zwar lautstark und überall:
Hoch die internationale Solidarität!
Viva Cuba socialista!
