Captain America oder das Ende der gewissenhaften Dummheit derer, die den Krieg wollen

Gegen die Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens Photo: Youtube

 

„Captain America ist in Venezuela“, schreibt stolz einer seiner Fans in Twitter und auf dem Foto, das den Tweet begleitet, kann man eine feurige Linie über dem Himmel von Caracas sehen.

Russia Today schreibt am 10. Februar: „ Eine Feuerkugel, die Verwirrung unter den Anwohnern hervorrief, wurde am Samstag am nächtlichen Himmel einiger Städte Venezuelas gesehen“.

Die Bewohner verschiedener Städte Venezuela überschwemmten die digitalen Netze mit Bildern, auf denen man ein großes Licht erkennen kann, eine „Feuerkugel“, die den nächtlichen Himmel erhellt.

Die Feuerkugel konnte in großen Teilen des Landes beobachtet werden, insbesondere in den Städten Caracas, San Juan de los Morros, Valencia, Villa de Cura, Maracay und Umgebung, heißt es bei Telesur.

Es heißt, dass ein gewisses Model, eine Moderatorin des venezolanischen Fernsehkanals Globovisión, auf die Dachterrasse des Kanals gestiegen sei, um Captain America zu empfangen. Die Schönheit habe Luftsprünge gemacht, während sie gleichzeitig nach ihrem Erlöser rief, der Verkörperung ihrer geheimen, bisher verborgen gebliebenen Begierden und Träume.

Einige Tage zuvor hatte das Model in den sozialen Netzen ein polemisches Video veröffentlicht, in dem es sich für eine militärischen Intervention der USA in Venezuela aussprach. „Lasst uns die positive Seite dessen sehen, was im Land passiert“, schrieb sie, „die Militärs der Vereinigten Staaten „werden sich in einige tropische Schönheiten verlieben, wie wir Venezolanerinnen es sind“.

Aus diesen Beziehungen zwischen den Frauen ihres Landes und den Invasionsoldaten glaubt sie „werden bald schöne kleine Gringos hervorgehen“.

Sie bat die Invasoren sogar darum, dass sie große Mengen an Kochsalzlösungen und Analgetika mitbringen sollten, um den Kater nach dem Besäufnis zu mildern, das ihrer Meinung nach die Invasion der US-Armee begleiten werde.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Captain versucht, sich Venezuela unter den Nagel zu reißen und es ist auch nicht das erste Mal, dass seine Seelenverwandten hinter seiner Maske und unter seinem Befehl agieren. Wir sahen sie, als sie bei den Guarimbos Autoreifen verbrannten, Steine und Molotowcocktails warfen, unschuldige Menschen bei lebendigem Leibe verbrannten, die Straßen sperrten, Schaufenster zerbrachen, Omnibusse , Kindergärten und Regierungseinrichtungen in Brand setzten.

Oppositionsanhänger mit Superheldenkostümierung gaben an den Ecken ihrer Wohnviertel Aüßerungen gegen die Regierung von sich, immer ganz nahe an den Kameras des internationalen Fernsehens und sehr weit weg vom chavistischen Volk, das der Teufel aller Dinge ist. Bei diesen „patriotischen Aktionen“ singen sie die Nationalhymne der USA, malen das Wappen von Captain America auf die Straßen und kommen zusammen, um gemeinsam zu träumen, wer weiß wohin sie ihre Phantasien treiben.

Auch Unheilverkünder fehlten dabei nicht, die es sich zur Aufgaben machten, den Durchzug des Meteoriten als böses Omen zu deuten, das Gestein aus dem Weltall wurde als eine Verhängnis verkündende Vorhersage interpretiert. Ein Tweet kündigte an: „Unheilvolles Zeichen, den Chavisten bleiben nur noch wenige Tage, der Meteorit ist ein Signal für das Ende der Regierung von Maduro“.

Währenddessen wurde in Instagram die Idee verbreitet, dass es sich dabei um Captain America handle: „ Er ist es, der kommt, uns vom Bösen zu befreien, die Stunde ist gekommen“. Begleitet wurde dies von einer Illustration, einem Wappen mit der Flagge der USA und der Venezuelas miteinander verflochten.

Einer schrieb ein Gedicht: Jemand, der schwach und krank war/ dank eines Experiments, verwandelte er sich ein einen Supermenschen/ um für das Gute zu kämpfen, die Freiheit und die Gerechtigkeit/ aber er bezahlte einen hohen Preis, den Verlust seines besten Freundes/ und der eines hübschen Mädchens, das immer die große Liebe seines Lebens sein wird/ und das immer in seinen Gedanken, in seiner Seele und in / seinem Herzen sein wird bis zum letzten Tag/ Bringen Sie uns die Freiheit, Sie, die sie sie immer verteidigen/.

Die schöne Fernsehmoderatorin, so heißt es, träume von einer phantasievollen Orgie mit Gringos, die aus einer Zeitschrift, einem Comic oder einem der vielen Superheldenfilme entsprungen sein könnten. „Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige, gewissenhafte Dummheit“, sagte Martin Luther King.

Vielleicht sollte die naive junge Dame sich über die Taten der bewunderten Helden ihrer Träume in Falludscha erkundigen, oder die Frauen in Bagdad oder Kabul befragen.

Ein italienischer Fernsehkanal sendete einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Falludscha, die verborgene Maske“, in dem die Art und Weise gezeigt wird, mit der die US-Regierung wahllos einen chemischen Feuerregen aus weißem Phosphor über die Stadt fallen ließ, bei dem Frauen und Kinder förmlich geschmolzen sind. Außerdem benutzen die US-Streitkräfte in Munition mit abgereichertem Uran gegen die Bevölkerung dieser irakischen Stadt.

Die Bewunderer des Captain America sollten herausfinden, was mit einem anderen der goßen Zelluloid Helden in Vietnam passierte. Ich erinnere mich an Superman auf der Dachterrasse der US-Botschaft in Saigon, der sich an die Kufen eines Helikopters klammerte. Bei seinem Versuch zu entkommen, hat er sogar seine Kappe verloren.

Ich wage vorauszusehen, dass die venezolanischen Patrioten für Captain America und seine Anhänger ein ähnliches Schicksal vorgesehen haben; wir hoffen, dass die usamerikanischen Mütter nicht ihre Söhne und Töchter beweinen müssen, wenn Venezuela sich wie ein Donner gegen die erhebt, die seine Freiheit rauben wollen.

Armes, träumerisches Mädchen, ich stelle sie mir vor, wenn die Stunde der Ernüchterung gekommen ist, wenn sie wie wie Segismundo sagt: „Was ist das Leben? Ein Wahnsinn? Eine Illusion/ ein Schatten, eine Fiktion/ und das größte Gut ist klein: dass alles Leben ein Traum ist/ und Träume Träume sind.

Sie werden keinen Bürgerkrieg haben, sie werden nicht ihren tollen kleinen Krieg haben. Einer meiner Freunde, der sehr religiös ist, sagte, als ich ihm die erste Version dieser Arbeit zeigte: „Dass Gott uns beistehe, dass sie nicht wagen, in Venezuela einzumarschieren“, und ich antwortete ihm mit einem Satz von Goethe: Mein Freund, gegen die Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens.

Wie auch immer, ich hoffe, dass sich die Vernunft, die Weisheit der Führung der Bolivarischen Revolution durchsetzt, die es ihr ermöglicht hat, Gefahren und Fallen zu überwinden. Ich hoffe, dass die internationale Solidarität, die Ethik und die Ehrlichkeit der Mehrheit der Regierungen erreichen, dem Irrsinn des selbstverliebten Bewohner des Weißen Hauses und seines Hofstaats Einhalt zu gebieten.

Die einfachste Vernunft erfordert, dass man dieser „gewissenhaften Dummheit“ des Imperiums ein Ende setzt. Ein Krieg in Venezuela wird die Region in Brand setzen.

Letztendlich war das, was den nächtlichen Himmel von Caracas erleuchtete, ein Meteorit, der auf die Stadt Valencia fiel, das Universum von Marvel samt seiner Comics, hat auf der schönen und heldenhaften Erde von Bolívar und Chávez nicht die geeignete Bühne gefunden.

IM KONTEXT

  • US-Präsident Donald Trump deutete vor einigen Tagen an, dass er 5.000 Soldaten nach Kolumbien entsenden werde, um die Lage in Venezuela zu bewältigen. Als sein kolumbianischer Kollege Iván Duque dazu befragt wurde, sagte er nur: „Wir werden sehen“.
  • Trump wiederholte, dass er angesichts der aktuellen Krise in Venezuela „alle Optionen“ auswerte und hob gleichzeitig hervor, dass die Regierung von Nicolás Maduro einen „schrecklichen Fehler“ begehe, wenn sie verhindere, dass die „internationale humanitäre Hilfe“ ins Land kommt.
  • Der Präsident Kolumbiens Iván Duque sagte in seiner Rede bei der protokollarischen Sitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), dass der „Diktatur in Venezuela nur noch wenig Zeit bleibt“ und dass „ihre Ende bereits gekommen ist“.
  • Die USA lehnten die Teilnahme eines Vertreters von Nicolás Maduro an der Abrüstungskonferenz der UNO ab.

Die Trump Regierung schickt 250 Tonnen humanitäre Hilfe in die kolumbianische Stadt Cúcuta , wo sich ein Lager der unrechtmäßigen Regierung von Juan Guaidó befindet.

februar 20, 2019 12:02:53



» http://de.granma.cu/mundo/2019-02-20/captain-america-oder-das-ende-der-gewissenhaften-dummheit-derer-die-den-krieg-wollen
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