Die ewig Unzufriedenen

Diese kubanische Realität macht den Feinden der Revolution schwer zu schaffen Photo: Jorge Luis González

Es ist ihnen lästig, im Fernsehen und in der Presse die Kubaner aller Altersgruppen zu sehen, wie Argumente vorbringen, um zu erklären, warum sie am 24. Februar bei dem Referendum mit Ja für die neue Verfassung stimmen.

Alles Propaganda, sagen sie.

Und sie beeilen sich neue Kampagnen zu erfinden und die sozialen Netze mit tendenziösen Analysen und Aufrufen überschwemmen, nicht an der Abstimmung teilzunehmen oder mit „Nein“ zu stimmen.

Außer den zahlreichen Aspekten, die für die Gerechtigkeit und dem progressiven Fortschritt des Landes Eingang in die Verfassung gefunden haben, erscheinen nach 60 Jahren eines Prozesses der trotz Hindernissen und Aggressionen aller Art vorangekommen ist, weiterhin Konzepte wie Souveränität, Sozialismus und Revolution im Gesetz der Gesetze, was bei denjenigen, die so gerne so analytisch sein wollen, dazu führte, dass sie dasselbe komplizenhafte Schweigen beibehalten haben, wie sie es von Beginn an unter dem schützenden Flügel des Nordens getan haben.

Was ihnen nicht gefällt ist, dass viele, die entschlossen waren aktiv teilzunehmen, zu den Treffen kamen und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, das vorgebracht haben, was sie sagen wollten. Und auch nicht, dass innerhalb nur weniger Stunden mehr als eineinhalb Millionen Exemplare der Verfassung verkauft worden waren, als Auftakt dafür, dass am 24. Februar die Ergebnisse nicht so sein werden, wie sie es sich erträumen, obwohl ich sicher bin, dass sie selbst nicht wirklich daran glauben.

Aber es wird ihnen weiter lästig sein, dass bei allen Schwierigkeiten die Unterrichtsräume weiterhin gefüllt sind und dass ein Teil der Ärzte, die in Brasilien waren, jetzt in Venezuela Dienst tun, dass die Baseballstadien überborden vor Begeisterung und einige Fans vor den Kameras kundgetan haben, dass sie mit „Ja“ stimmen werden und dass die touristischen Pläne trotz der Blockade (die sie übrigens nie erwähnen) weitergehen, dass neue Fahrzeuge ankommen, um die Transportsituation in einer Stadt, die aus den Nähten platzt, zu verbessern, dass das Mehl nach einigen Tagen der Abwesenheit wieder aufgetaucht ist und dass die Stromabschaltungen bereits Geschichte sind, die Säuglingssterblichkeitsrate weltweit gesehen mustergültig ist – das ist nur eine Liste von so vielen Dingen die dafür sprechen (und andere, die noch aufgeschrieben werden müssen) in unserem Tag um Tag stattfindenen harten Kampf – all das ist ihnen lästig. Mit dem drohenden Helms-Burton Gesetz vor Augen, das mit neuem Schwung ausgegraben wurde, bleibt uns in der Zwischenzeit nichts anderes übrig als sich vorzustellen, was diese ewig Unzufriedenen schließlich mit Glückseligkeit erfüllen würde.



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